
Auch wenn das Angebot auf dem Immobilienmarkt ziemlich groß ist, muss man doch einige Dinge tun, um eine Wohnung zu mieten. Die meisten größeren Vermieter fordern eine Bewerbung von den potentiellen Mietern, in der man viele Angaben zu den einziehenden Personen machen muss. Einer der wichtigsten Punkte ist die Offenlegung der Einkommenssituation, häufig sogar mit der geforderten Vorlage von Lohnbescheinigungen. Hierdurch versuchen die Vermieter für sich das Risiko eines Mietausfalles weitestgehend zu minimieren. Das ist auch verständlich, wenn man sich die ständig steigende Zahl der so genannten „Mietnomaden“ anschaut, die eine Wohnung mieten, sie herunterwirtschaften, keine Miete zahlen und klammheimlich weiterziehen, ohne eine Anschrift zu hinterlassen, an die der Vermieter seine berechtigten Forderungen aus Miete, Betriebskosten und eventuellem Schadensersatz schicken könnte. Deshalb ist es auch durchaus üblich, mehrere Monate Kaltmiete als Kaution zu verlangen.
Eine Ausnahme stellen dabei die verschiedenen Genossenschaften dar, die sich absichern, indem in der Satzung eine Klausel eingearbeitet wird, die den Vorstand zum Einbehalten der eingezahlten Anteile und der Verrechnung mit offenen Forderungen berechtigt. Vor allem wenn Hartz IV Empfänger eine eigene Bleibe mieten möchten, haben sie einige Dinge zu beachten. Sie müssen sich von den Arbeitsgemeinschaften den Umzug genehmigen lassen. Hierfür gelten knallharte Regelungen hinsichtlich der Wohnungsgröße und der Höhe der zuschussfähigen Miete. Bei Risikogruppen wird es häufig sogar so geklärt, dass die Arbeitsgemeinschaften den Mietanteil direkt an den Vermieter überweisen. Auch beim Bezug von Wohngeld ist diese Regelung immer öfter anzutreffen, obwohl dieses Stück Sicherheit manchen Vermieter gar nicht so recht ist, weil der Aufwand in den Mietbuchhaltungen durch die zusätzlichen Buchungsvorgänge erheblich ansteigt.
Beim Abschluss des Mietvertrages sollte man darauf achten, dass die Miete in Grundmiete und Betriebskosten gesplittet ist und bei letzteren genau ausgewiesen ist, welcher Teil der Kosten für welche Leistungen erhoben wird. Das ist vor allem wichtig, wenn man auf Zuschüsse für die Miete angewiesen ist.
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